Bundespräsident Horst Köhler hat das beste Medienimage aller Spitzenpolitker in Deutschland. Dies zeigt eine aktuelle Analyse des Medien Tenor. Das unabhängige Bonner Medienforschungsinstitut hat dafür 2004 fast 1,3 Millionen Aussagen von oder über Politiker in 23 Meinungsführermedien analysiert. Von den 15 wichtigsten deutschen Politikern erreichen 2004 nur Köhler und SPD-Chef Franz Müntefering ein positives Medien-Image in den deutschen Meinungsführermedien. Die positive Darstellung Köhlers in den Medien habe die Akzeptanz des Bundespräsidenten in der Bevölkerung steigen lassen. „Kein Wunder, daß sich immer mehr Bundesbürger Horst Köhler als Kanzlerkandidaten der Union vorstellen könnten, denn die Medien haben ihn deutlich besser präsentiert als Frau Merkel,“ analysiert Wolfgang Stock, Chefredakteur des Medien Tenor. Der Bundespräsident kommt in der Berichterstattung auf einen Positivüberhang von 6,5 Prozentpunkten, Franz Müntefering erreicht immerhin ein Plus von 2,6. Trotz Hartz IV bewerten die Journalisten Bundeskanzler Gerhard Schröder (-5,6%) im vergangenen Jahr sogar weniger kritisch als Oppositionsführerin Angela Merkel (-5,7%) und CSU-Chef Edmund Stoiber (-5,9%) „Die aktuellen Umfragedaten, die Rot-Grün erstmals seit drei Jahren wieder vor Union und FDP sehen, können bei dem schlechten Medienimage der Opposition in den Medien kausal erklärt werden,“ so Stock. Das schlechteste Medienimage unter den 15 wichtigsten Politikern hat Bundesfinanzminister Hans Eichel, der auf einen Negativüberhang von -16,1% kommt. Ähnlich schlecht sind aber auch die Bewertungen der Minister Manfred Stolpe (-14,8%) und Ulla Schmidt (-14,2%). Für diese Analyse hat Medien Tenor in 23 Meinungsführermedien (fünf Tageszeitungen, neun Wochenmedien und neun TV-Nachrichten) 1.290.142 Aussagen von und über deutsche Politiker analysiert. Zeitraum: 1.1. bis 31.12.2004.
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