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Managerbild in den Medien durch Kapitalismusdebatte erneut auf einem Tiefpunkt
2005-05-06
Medieninhaltsanalyse der Berichterstattung über Management-Themen

Die vom SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering angestoßene Kapitalismuskritik hat zu einem Absturz des Medienbildes von Managern geführt. Im April wurde über die Wirtschaftsführer sogar noch negativer berichtet als während des Mannesmann-Prozesses im vergangenen Jahr. Dies zeigt eine Analyse des unabhängigen Bonner Medienforschungsinstitutes Medien Tenor. Nachdem sich in der Unternehmensberichterstattung das Medien-Image der Manager in der zweiten Jahreshälfte 2004 stabilisiert hatte, wurden die Führungskräfte im April 2005 im Saldo von den Journalisten schlechter bewertet als im gesamten Untersuchungszeitraum zuvor (seit 01/2004). Vor allem die ohnehin emotional aufgeladene Debatte um die Entlohnung von Managern wurde wieder verstärkt geführt. In diesem Zusammenhang war im April mehr als jede zweite Aussage negativ, was unvermeidlich auch eine Verschärfung der „Neiddebatte“ nach sich ziehen wird.

Für die Analyse hat Medien Tenor 41.667 Passagen über Unternehmen, Branchen und Manager in 36 Meinungsführermedien ausgewertet. Zeitraum: 1.1.2004 – 25.4.2005 (April 2005: einzelne Beiträge fehlen)

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