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Kai Diekmann (BILD): „Wandel in der Wahrnehmung von Glaubwürdigkeit“
2006-10-11
Prominente Redner bei Media Tenor-Preisverleihung auf dem Bonner Petersberg

Bonn. „Das Medien-Wunderland hat sich verändert, und es verändert sich weiter.“ Anläßlich der Verleihung des Media Tenor-Awards für Vielfalt in der Berichterstattung am 11. Oktober 2006 auf dem Petersberg verwies Kai Diekmann, Chefredakteur der BILD-Zeitung, auf verschiedene neue Aspekte der Agenda Setting-Forschung.

Kai Diekmann, Agenda Setter of the Year 2004, wies in seiner Rede darauf hin, daß die Basis der Agenda Setting-Forschung durch die Meinungs- und Informationsvielfalt im World Wide Web entscheidend verändert werde: „Traditionelle Medien verlieren an Einfluß, während neue Meinungsbildner sich ausbreiten: Blogs, Chatrooms, Foren.“.

Damit einher gehe ein Wandel in der Wahrnehmung von Glaubwürdigkeit zugunsten der Online Communities und zu Lasten der traditionellen Medien: „Das ist es, was ich das ‚Taxifahrer-Syndrom’ nenne. Stellen Sie sich eine Gruppe von Geschäftsleuten, Journalisten oder Politikern vor, die aktuelle innenpolitische Probleme diskutieren. Ich wette, zumindest einer von ihnen wird eine Geschichte über die Weltsicht des Taxifahrers beisteuern.“.

Mit Joachim Faber, CEO von Allianz Global Investors, und Ilona Schmiel, künstlerische Leiterin des Beethovenfests in Bonn, haben zwei weitere prominente Keynote Speaker die feierliche Preisverleihung begleitet. Das war der Start der 7. Internationalen Agenda Setting Conference des Forschungsinstituts Media Tenor, auf der sich 200 internationale Teilnehmer noch bis Freitag, 13. Oktober, über Theorie und Praxis der Medienforschung austauschen.

Weitere Informationen zur 7. Internationalen Agenda Setting Conference gibt es unter www.agendasetting.com im Internet

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