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Schröders schwärzestes Medienjahr
2004-02-24
Roland Koch und Guido Westerwelle Image-Verlierer der Opposition

Bonn. Bundeskanzler Gerhard Schröder hat im vergangenen Jahr den geringsten Anteil zustimmender Aussagen seit seiner Amtsübernahme im Oktober 1998 erreicht. Dies zeigt die aktuelle MEDIEN TENOR-Studie zum Medienbild der führenden deutschen Politiker im Jahr 2003. „Aus dem Regierungslager schnitten nur noch Hans Eichel, Manfred Stolpe, Olaf Scholz und auf Landesebene Heide Simonis schlechter ab“, so Markus Rettich, Ressortleiter Politik beim MEDIEN TENOR. Schröder war zwar 2003 wieder der Politiker mit der meisten Medienpräsenz, er wurde in mehr als dreimal so vielen Artikeln oder TV-Beiträgen angesprochen wie CDU-Chefin Angela Merkel. Die Oppositionsführerin konnte ihr Image dagegen verbessern. Klarer Gewinner in der Politikberichterstattung des letzten Jahres ist der designierte SPD-Parteichef Franz Müntefering. .

Über das Jahr hinweg änderte sich das Bild des SPD-Bundestagsfraktionsvorsitzenden deutlich zum Positiven. Aber auch wichtige Oppositionspolitiker erlebten im vergangenen Jahr einen empfindlichen Absturz in der Medienbewertung. Dies trifft besonders auf Roland Koch und Guido Westerwelle zu. Kochs Abstieg vollzog sich im letzten Quartal 2003: mit seiner ablehnenden Haltung zum Vorziehen der Steuerreform befand sich Roland Koch zwar im Einklang mit führenden Wirtschaftswissenschaftlern, aber nicht mit den Medien, die ihn zunehmend kritisierten. Westerwelle hatte mit den Folgen des fehlgeschlagenen „Projekts 18“ zu kämpfen „Insgesamt gesehen war die Bewertung des FDP-Vorsitzenden sogar noch negativer als das Image von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt“, so Markus Rettich. .

Das beste Medienimage unter den Ministerpräsidenten verzeichnete Bremens Bürgermeister Henning Scherf, der allerdings nur selten über die Wahrnehmungsschwelle hinaus kam. Ähnliches gilt auch für Reinhard Bütikofer, einer der beiden Parteivorsitzenden der Grünen. Bütikofer wurde Ende 2003 wesentlich besser bewertet als Außenminister Joschka Fischer. Aber Bütikofer erreichte nur ein knappes Zehntel der Medienpräsenz Fischers und kann folglich trotz der positiven Werte keine Akzente setzen. Im vergangenen Jahr hat MEDIEN TENOR seine kontinuierliche Analyse der Politikberichterstattung nicht nur auf die Politik- und Wirtschaftsmagazine von ARD und ZDF ausgedehnt, sondern auch inhaltlich ausgeweitet. Neben allen Aussagen über deutsche Parteien und deren Vertreter wurde jede gedruckte oder gesendete Information über die Bundes- und alle Landesregierungen einzeln erfaßt: Wer zu welchem Thema angesprochen war, von wem die Aussage stammte, ob darin gewertet wurde und, wenn ja, wie. Basis waren 69.670 Erwähnungen der Politiker in 33 Medien..

Weitere Informationen: .

Michael Schlipper.

Medien Tenor GmbH.

Kurt-Schumacher-Str. 2.

53113 Bonn.

Tel: 0228/93 444 0.

Fax: 0228/93 444 93.

m.schlipper@innovatio.de .

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