Bonn. Howard Deans Präsidentschafts-Kandidatur war bereits in der letzten Woche gescheitert: Die Hauptabendnachrichten der US-Sender hatten ihn fast ignoriert. "In der Medienpräsenz ist Dean -- bildlich gesprochen -- vom Journalistischen Erdboden verschluckt worden", so Markus Rettich, Politikchef beim Forschungsinstitut MEDIEN TENOR. .
"Die MEDIEN TENOR-Analyse zeigt, daß sich ABC, CBS und NBC in ihrer Berichterstattung der letzten Woche bereits auf das Duell Kerry gegen Edwards eingestellt haben. Dean hatte zuletzt nur noch marginale Präsenz -- damit kann man nicht gewinnen." John Edwards kann die Präsenz von Kerry zwar bei weitem nicht erreichen, er verzeichnet aber im direkten Vergleich die insgesamt positivere Darstelllung. Dagegen haben sich Die Gerüchte um eine angebliche außereheliche Affäre Kerrys mit einer Praktikantin sofort für ihn negativ niedergeschlagen. .
Bushs schlechtes Medienimage, das bereits im Januar durch die Kritik am Irak-Krieg lädiert wurde, hat sich durch die Diskussion um seinen Militärdienst zusätzlich verschlechtert. Die Analyse zeigt ferner, daß der Anteil der sachpolitischen Aussagen für die Demokratischen Herausforderer nahezu unverändert niedrig liegt. "Stattdessen haben beide Lager bereits die Schlammschlacht eingeläutet und die Medien übernehmen dies bedenkenlos", so Markus Rettich. .
Für die Analyse wurden die Hauptabendnachrichten von ABC, CBS und NBC Satz für Satz daraufhin analysiert, welcher Politiker zu welchem Thema angesprochen wurde, wie die Bewertung ausfiel und von wem sie stammte..
Weitere Informationen: .
Michael Schlipper.
Medien Tenor GmbH.
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