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Österreichs Finanzwirtschaft mit besserem Medienimage
2010-03-09
Wien, 8.3.2010: Hayek-Institut: "Der TRUST MELTDOWN und die Finanz-Wirtschaft in Österreich"

Wien, 8. März 2010. Die Banken und Versicherungen in Österreich haben sich bislang in der weltweiten Vertrauenskrise besser behaupten können als ihre Konkurrenz in Deutschland und der Schweiz. Die Langzeitanalyse internationaler Meinungsführer-Medien wurde in Wien im Rahmen des Hayek-Instituts „Der TRUST MELTDOWN und seine Auswirkungen auf Österreich“ Unternehmern und Wissenschaftlern präsentiert.

Im Nachgang der Subprime-Krise in den Vereinigten Staaten hatten Vertreter der Finanz-Wirtschaft den Eindruck, dass ihre Glaubwürdigkeit am Markt nachhaltigen Schaden erlitten hatte. Dies wurde durch verheerende Umfragewerte, insbesondere in USA, bestätigt: Im Jahr 2009 waren nur noch 4% der Menschen von den Managern an der Wall Street überzeugt. Die jetzt beim Hayek-Institut in Wien präsentierte TRUST MELTDOWN-Studie vom Züricher Medienforschungsinstitut Media Tenor zeigt allerdings, dass der Vertrauensverlust schon sechs Jahre zuvor begonnen hatte: Seit dem Platzen der Internet-Blase konnten sich weder Banken noch Versicherungen mit einer positiven Reputation in den internationalen Meinungsführer-Medien wie WSJ, FT, FAZ oder NZZ behaupten.

Gegen den Trend gelang es insbesondere der österreichischen Versicherungswirtschaft, ihr positives Gesamtimage zu halten. Allerdings zeigen auch hier die Trendwerte von Anfang Januar 2010, dass das Vertrauenskapital bei den Journalisten nahezu aufgezehrt ist. „Die guten Werte, insbesondere von der Wiener Städtischen, Uniqa, Allianz Österreich und der Generali, zeigen, dass durch aktives Kommunikations-Management auch Reputation gegen den Trend verbessert werden kann. Allerdings bleibt es gerade in diesen Zeiten wichtig, mit stetigem Informationsfluss dieses Ergebnis zu halten“, so Roland Schatz, Gründer des Instituts Media Tenor, bei seinem Vortrag in Wien.

MEDIA TENOR untersucht die tonangebenden deutschen und internationalen Medien seit 1994 kontinuierlich mit Blick auf die Darstellung von Politikern, Parteien, Unternehmen, Verbänden, Gewerkschaften, NGOs und die Lage Deutschlands. Für die TRUST MELTDOWN-Studie wurden alle 352.492 Beiträge in ARD Tagesschau/Tagesthmen, ZDF Heute/Heute Journal, RTL Aktuell, BILD*, Spiegel, Focus (einzelne Ausgaben konnten nicht berücksichtigt werden) sowie alle 36.452 Beiträge in ABC, CBS, NBC News, Time and Newsweek vom 1.1.2000 bis 28.2.2010 ausgewertet.

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