Zürich, 8.1.2011: Von allen DAX 30-Unternehmen haben Linde, Adidas, BMW und BASF das vergangene Jahr am besten für sich nutzen können, um aus dem Aufschwung auch einen Image-Gewinn für das Unternehmen im In- und Ausland zu erzielen. Bei den Finanzwerten im DAX 30 hat die Allianz SE am besten abgeschnitten. Auch für die Munich Re endete 2010 mit einem positiven Reputationssaldo. Fresenius, Henkel und K+S glänzten mit positiven Berichten in Meinungsführer-Medien, allerdings bezog sich dies in erster Linie auf die quartalsweise Pflichtberichterstattung im Zusammenhang mit der Vorlage der Geschäftsergebnisse. Während des restlichen Jahres nutzten diese Unternehmen kaum die Chance, mit aktiver Medieninformation auf Innovationen, Markt-Positionierungen und das Potential als Arbeitsgeber hinzuweisen. Mit weniger als zehn Beiträgen pro Monat blieben sie unter der Wahrnehmungsschwelle.
Dabei hatten die deutschen und internationalen Meinungsführer-Medien im Zusammenhang mit den DAX 30-Konzernen im Vergleich zu 2009 deutlich häufiger und positiver über Fortschritte etwa beim Thema Globalisierung berichtet. Auch das Engagement im Bereich CSR wurde 2010 als relevanter Nachrichtenfaktor erkannt – nicht zuletzt, nachdem insbesondere deutsche Unternehmen in den Sustainability-Indizes der Börsen in Amerika, Asien und Europa deutlich punkten können.
Vor allem in der breiten Berichterstattung zur Frage, warum deutsche Unternehmen in der Krise besser im weltweiten Wettbewerb bestehen konnten als z.B. US-Wettbewerber, wurde in den Medien auf die Langfrist-Perspektiven deutschen Managements und die bessere Unternehmenskultur verwiesen: Mitarbeiter wurden im Zweifel in Kurzarbeit gehalten anstatt ihnen amerikanisch kurzsichtig zu kündigen. Dadurch hatten die deutschen Unternehmen bei den ersten Anzeichen des Aufschwunges die Chance, die Nachfrage direkt bedienen zu können, anstatt Zeit durch Ausbildung neuer Fachkräfte zu verlieren.
Deutsche Bank, SAP, MAN, RWE, E.ON zählen zu den Werten im DAX 30, denen es 2010 noch nicht gelungen ist, vom medialen Aufschwung zu profitieren und die eigenen Ergebnisse im Vergleich zu 2009 entsprechend wahrnehmen zu lassen. Insgesamt drehte die Berichterstattung für alle DAX 30 von Moll auf Dur.
Ausgewertet wurden alle 48.543 Beiträge, die in 31 deutschen + internationalen Meinungsführer-Medien über DAX 30-Unternehmen und ihre CEO‘s publiziert wurden. Die durchschnittliche Inter-Codierer-Reliabilität betrug im III. Quartal 2010 91,4%.
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